Service im 4 Sterne Hotel

Ausgangssituation:

Es war vor ca. 5 Jahren, als ich selbst Gast bei einem 3-Tagesseminar in Nürnberg war.

Wir waren eine Gruppe von 16 Personen, die nach einem langen Seminartag nach Nürnberg in die Stadt zum Essen gingen. Nachdem wir in einem Restaurant in der Innenstadt gut gespeist und getrunken hatten, kamen wir so ca. gegen 22.00 Uhr zurück in unser 4-Sterne-Hotel.

Da wir uns alle gut verstanden und noch nicht bereit waren, unsere Ruhestätten aufzusuchen, beschlossen wir, an der Hotelbar noch einen Absacker zu nehmen.

Jetzt beginnt unser Service-Erlebnis:

Hinter der Hotelbar standen 2 junge Hotelfachfrauen, noch nicht lange ausgelernt, die uns nach kurzer Zeit, nachdem Sie ihre Zigaretten ausgedrückt hatten, auch begrüssten. (Dauer ca. 5 Minuten)

Kurz darauf wurden wir freundlich gefragt, was wir noch zu trinken bekämen.

Nachdem wir alle unsere Bestellungen aufgegeben hatten, kamen auch schon die ersten Getränke.

So weit so gut!

Als wir unsere Getränke hatten, verschwanden die beiden wieder in der kleinen Rauchernische unweit der Bar, hörten es aber (meistens) sofort, wenn einer von uns ausgetrunken hatte und noch etwas bestellen wollte.

Doch auch wir hörten die beiden sprechen!

So zum Beispiel, dass eine der beiden morgen Frühdienst habe und um 6.00 Uhr aufstehen müsse. Und dass es heute hoffentlich nicht so ein langer Tag wie gestern werden würde.

Sehr verständnisvoll und um die beiden etwas zu schonen, gingen wir so gegen 23.00 Uhr in unsere Zimmer. (Service in Deutschland)

Der zweite Tag:

Derselbe Ablauf bis 22.00 Uhr. Dann wieder an die Hotelbar.

Aber jetzt!!!

Wir wurden beim Hereingehen von einem Barkeeper begrüßt, ja begrüßt!

„Hallo meine Herren, ich habe Sie schon erwartet, Sie waren ja gestern Abend schon hier.“

Und das war noch lange nicht alles!

„Möchten Sie vielleicht unseren Tagescocktail probieren?“

Und schon begann er, wie im Film „Cocktail“ mit Tom Cruise hinter der Bar zu wirbeln und zu mixen.

Am ersten Abend wurden 3 Cocktails von uns bestellt, an diesem abend tranken nur 3 der 16 Leute keinen Cocktail.

Er verkaufte uns sogar mehrere alkoholfreie Cocktails.

Auffallend war auch, dass er nicht zum Rauchen hinter der Bar verschwand, sondern dass er hinter der Bar blieb und sich um uns kümmerte.

Er fragte uns, wie unser Seminar sei, wie es uns in Nürnberg gefalle, ob uns seine Cocktails schmecken würden – ja, er sprach mit uns!

Etwa um 23.30 Uhr wollten wir dann doch langsam schlafen gehen.

Und was sagte unser Barkeeper? „Wollen Sie nicht die Zaubertricks sehen?“

Was soll ich sagen, einige Zaubertricks und Cocktails später gingen wir gegen 2.00 Uhr in unsere Betten. Nach einem langen und wirklich schönen Abend!

Das Fazit

Zwei Tage in ein und dem selben Hotel und zwei sehr unterschiedliche Service-Erlebnisse

Und das Hotel?

Hat an diesen zwei Abenden sehr unterschiedlich hohe Umsätze erzielt!


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